In der Schule redeten wir über die ruhelose und schlaflose Aufklärung, hier zu Hause sitze ich und denke über mein ruheloses Leben...
Ich trinke gerade Zitronenwasser, kennt ihr das? Wundervoll ist es, und so einfach zu machen. Man nehme ein oder zwei Zitronen, schneide sie klein und drückt sie ein wenig aus in eine Karaffe oder was man gerade zur Hand hat. Die schönen Stücke wirft man hinein. Stilles Wasser obendrauf, und perfekt die erfrischende Schorle. Zitronenschorle? Mit Eiswürfeln an heißen Sommertagen umso besser.
Aber zurück zum eigentlichen Thema. Wir sind ruhelos. Allesamt. Wer kann schon 10 Minuten nichts tun? Und damit meine ich nicht sich vor den Fernseher zu setzen oder zu schlafen. Nein. Ich meine bewusst nichts tun. In einer Zeitschrift habe ich mal gelesen, dass ein Celebrity, ich weiß nichtmal mehr, welcher es war. Irgendeine bekannte Persönlichkeit aufjedenfall. Und diese Person sagte, ihr Erfrischer (vielleicht deswegen eben der Exkurs zum Zitronenwasser) - sei es, sich bevor es los geht noch einmal 10-20 Minuten auf Bett zu legen und bewusst nichts zu tun.
Aber wieso funktinoiert sowas nicht im realen Leben? Wieso kriege ich das nicht hin? Was ist diese innerliche Unruhe? Wieso spüre ich sie? Wieso fällt es mir so schwer, mich zu entspannen? Nicht mal in der Badewanne bei Kerzenschein halte ich es lange aus. Dauernt der Gedanke - von all den Dingen - die ich noch tun will. Dabei sind diese Dinge meist nichtmal eine Belastung, sondern eher eine Bereicherung des Alltags.
Kennt ihr zum Beispiel diese tollen Bilder bei pinterest? Dort gibt es eins, wo ein ganz simples Glas mit einem Zettel beklebt ist, wo ein Flugzeug draufgemalt ist und das Wort adventures drauf geschrieben ist. Dort drinne Geld - eben Gespartes für die Zukunft. Für Wünsche. Träume. Fürs fliehen. So eins hätte ich gerne. Genau so ein tolles Glas. Und auch eins, wo drauf steht Camera equipment. Ich würde gerne mein Equipment erweiter. Klar - welcher Fotograf will das nicht? Also warum nicht das auf eine so einfache Art und Weise sich täglich ins Blickwelt zu setzen. Warum nicht einfach sich auf so eine schöne Art die Ziele oder den Sinn des eigenen Lebens immer wieder in Erinnerung rufen, eben um es nicht zu vergessen.... Warum eigentlich nicht?
Wieso hat man so viele Ideen? So viele Gedanken? Wünsche?
Wieso gibt es Menschen - die solche Gedanken nicht haben?
Und wieso bin ich manchmal so anders? Warum nur?
Vorallem - warum fühle ich mich trotzdem so gut, obwohl ich anders angeschaut werde.
"Deine Kamera solltest du mitnehmen. Phinegraphie. Haha."
"Wie? Du bloggst? Achja? Und wieso?"
"Ach - würd ich mich nur so gesund ernähren wie du. So phinisch eben."
"Hach - essen wie die Phine. Wer tut das nur?"
"Phine - die hat auch an jedem Fach Spaß. Fragen wir sie, die weiß eh alles."
"Und? Bist du schon fertig? Natürlich"
"Ich bewunder dich trotzdem, für das was du tust. Du bist eben einfach du."
Sowas höre ich oft. Zu oft? Ich denke nicht. Auf was für eine Art es auch gesagt wird, mit einem ironischen Unterton, Abfällig oder voller Wahrheit. Sollte ich da nicht stolz drauf sein? Zeigt das nicht, dass ich den Menschen auffalle? Die Art mag in deren Augen komisch sein. Denn ich bin eben nicht so, wie die anderen. Ich passe nicht in eine Norm. Und das ist gut so.
Phinegraphie, das ist meine Leidenschaft. Mein Baby, das langsam wächst. Anfangs mit meiner Schwester, die mich sehr unterstützt hat und mir geholfen hat, dass ich überhaupt damit anfange. Und ich habe mich auf ein neues verliebt. In die Fotografie. In meine Fotografie.
Bloggen, ja, das tue ich. Wie ihr seht. Und wisst ihr was? Ich tue es, weil ich so am schnellsten meine Gedanken zu Wort bringen kann. Weil ich es so schaffe, manche Menschen zu erreichen, die mir sagen "Mensch, danke! Du inspirierst mich. Du berührst mich mit deinen Worten." Warum noch? Weil ich gerne schreibe. Weil ich dies hier mehr und mehr mit meiner Fotografie verbinden will. Vielleicht auch einfach, um meinen Gedanken eine Gestalt zu geben. Eine Möglichkeit zur Verwirklichung. Oder - um mich daran zu erinnern, was ich von mir und von meinem Leben erwarte. Was ich mir erwünsche - und um meinen Fortschritt zu dokumentieren und zu überprüfen.
Phinisch ernähren. Zurück zum Zitronenwasser. Andere trinken gerade Cola, essen Chips oder Schokolade. Andere trinken ein Bier, haben schon den fünften Wodka intus oder essen gerade einen Burger bei McDonalds. Macht das ruhig! Das geht mich nichts an. Aber ich merke, wie gut es mir tut, kein Fleisch zu essen. Wie gut es tut, frisch zu Kochen (Der Reistopf mit Gemüse war übrigens traumhaft heute). Wie lecker ich selbstgemachtes finde, und wie stolz ich auf mich bin, wenn ich mich mit einem Essen wieder selbst übertreffe. Wenn es einen Punkt im Leben gibt, an dem ich neben dem Reisen nie sparen würde, wäre es das Essen. Gut essen ist für mich Luxus. Gut und Gesund.
Streber. Spaß am Lernen. Wieso ist das eigentlich immer sofort negativ? Streber verbinde ich persönlich sogar auch mit negativem. Wie Vorurteilsvoll von mir. Schrecklich. Aber wieso ist sowas schlimm? Spaß am Lernen zu haben ist doch fast das Beste, was einem passieren kann. Mir macht es Spaß, neues zu lernen, im Unterricht liebe ich fast jedes Fach, weil einen alles auf eine andere Art fordert. Ich bewunder die Lehrer, die es schaffen, in mir ein Gefühl zu wecken, welches mich stolz macht, wenn ich eine gute Note schreibe und ich dann merke, wie sehr sich der Lehrer darüber freut (Hallo Prave! Sie sind gemeint!). Lernen und lehren, beides macht Spaß!
Du bist eben einfach du. Das finde ich immer so amüsant. Natürlich bin ich ich. Genau so, wie du du bist. Und sie ist sie. Und er, er ist eben er. Wir sind alle irgendwo individuell. Aber ich falle auf. Steche raus. Und früher fand ich es schlimm. Ich habe es gehasst, wegen meinen Haaren oder Sommersrpossen so sehr aufzufallen. Aber mittlerweile? Ist es nicht ein Kompliment? Eine Art Anerkennung? Und das macht glücklich. Das macht mich glücklich.
Und wenn ich nun überlege, dass der Titel dieses Post's eigentlich Restless ist, weiß ich auch wieder warum. Ich habe zu viele Ideen, bin ruhelos, da ich einfach zu viel erleben will. Ich möchte mehr als die Welt. Mehr Zeit. Weniger Angst. Ich möchte l e b e n.
Wieso besucht ihr mich nicht bei Facebook? https://www.facebook.com/phinegraphie
Ich freue mich auf euch!

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