Ich brauche Luft zum Atmen. Laufe rum. Bist rastlos.
Ich reiße die Fenster weit auf und spüre den kalten Wind auf meiner viel zu heißen Stirn. Meine Haare fliegen durch die Gegend und fühlen sich doch so stramm an meinem Kopf an.
Ich ziehe alles auf. Stehe nackt dort. Und fühle mich doch so eingeengt.
Es liegt nicht an dir. Es liegt an mir.
Ich bin die Starke. War das schon immer. Ich weiß doch, dass sie mich brauchen. Also muss ich los. Schnell.
Ich sehe nur euch. Dass ihr hilflos seid. Jemanden braucht, der sich zu euch setzt und sagt alles wird gut ... Jemanden, der euch in den Arm nimmt, und sagt ich bin da.
Ich stelle mich hinten an. Wie immer. Stehe dort und schaue auf euch. Ich sehe die zerbrechlichkeit in euren Augen, und mir zerbricht es das Herz. Doch da seid ihr. So verletzlich und so klein.
Ja aber ich kann doch nicht anders...
Immer dieses aber in meinem Kopf. Ich traue mich nicht, dir zu zeigen, wer ich bin. Denn die Seite, die du an mir kennst, die sollte mir doch gut tun. Die sollte dir gut tun. Aber ich weiß nicht wer ich bin. Lüge ich mich hier selbst an? Oder suche ich nur nach ausreden, dass es wieder mal nicht funktioniert..
Was ist das hier? Was sind wir?
Ich habe Angst. Zu sagen, was ich fühle. Zu zeigen, dass auch ich manchmal schwach bin. Ich habe Angst, einen Fehler zu machen. Sachen zu sagen, die ich gar nicht meine. Doch wer bin ich hier?
Ich schüttel mich. Der kalte Wind schafft es nicht, meinen Kopf ab zu kühlen. Ich suche neue Ausreden, um nicht mir selbst begegnen zu müssen. Verliere mich in der Perfektion eines Filmes.
Habe ich dich zur falschen Zeit getroffen? Oder genau zur richtigen? Bist du mein Retter?
Auf die Frage, ob ich dich liebe, kann ich nur mit manchmal antworten. Du als Zufluchtsort tust mir gut. Bei dir ist es schön. Aber dazwischen? Und bei mir?
Stehe ich mir selbst wieder im Weg?
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